Positiv Life Persönlichkeitstraining

Persönlichkeitsentwicklung - Impulse für ein besseres Leben von Hubert Thomas

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Tag: Beispiel

Wirken positive Affirmationen überhaupt?

Nach meiner Erfahrung wirken sie oft nicht in den Fällen, wo ich sie am dringendsten brauche. Affirmationen, also Sätze, die auf mein Unbewusstes so wirken sollen, dass ich meine Einstellung zu einem Thema ändere, können nur dann wirken, wenn schon eine ähnliche Einstellung da ist. Wenn der Platz aber durch eine entgegengesetzte Überzeugung belegt ist, wird die Affirmation gar nicht angenommen.

Vieleicht wird es durch ein Beispiel klarer: Ein Mensch hat die eigene innere unbewusste Überzeugung: “Alles was ich tue ist schlecht.” Er wird also seine eigene Leistung immer herabsetzen und damit seinen Erfolg behindern. Wenn dieser Mensch jetzt die Affirmation aufnehmen soll: “Alles was ich tue ist hervorragend” , dann wehrt sich sein Unterbewusstsein und er kann die Affirmation nicht annehmen. Der Platz ist schon besetzt. Affirmation heißt ja auch übersetzt Verstärkung. Nur ähnliches kann verstärkt werden.

Einfach die Überzeugung ändern, geht das?

Es kommt darauf an. Überzeugungen, die stark mit Gefühlen verknüpft sind, lassen sich nicht einfach ändern. Beispiel: “Meine Eltern lieben mich nicht.” Da steckt ein starkes Gefühl dahinter. Dagegen: “Die Partei xy gefällt mir nicht, weil sie für Steuererhöhungen sind.” Hier kann ich durch logische Argumente leichter überzeugt werden (es sei denn, ich bin einmal durch überhöhte Forderungen des Finanzamtes pleite gegangen). Wie kann ich dann meine negativen Überzeugungen ändern, die mit starken Gefühlen verbunden sind? Löse die Verbindung von Überzeugung und Gefühl, dann geht es. Und wie geht das? Indem du erst einmal das Gefühl näher untersuchst und ins Licht des Bewusstseins bringst. Dann verliert es seine Wirkung. Dafür gibt es einige sehr wirksame Techniken wie zum Beispiel die Core-Transformation. Diese Technik wenden wir im Mastertraining an.

Wie setze ich meine Ziele

Tanja Konnerth beschreibt in Ihrem Blog, wie wir uns Ziele setzen können, die wertvoll sind und uns glücklich machen können. Ein paar Dinge möchte ich an dieser Stelle ergänzen:

1. Formuliere Ziele immer positiv. Notiere immer was du erreichen willst und nicht, was du vermeiden willst oder nicht erreichen willst.
2. Denke an den Weg zum Ziel und setze so viele kleine Etappenziele, wie Du kannst (zum Beispiel mit einer Zielpyramide).
3. Der Weg ist das Ziel: Genieße jedes erreichte kleine Teilziel als Erfolg.
4. Und oft ergeben sich Lösungen, die genauso gut oder besser sein können als das geplante Teilziel. Denke daran, auch das als Erfolg wahr zu nehmen und zu feiern.
5. Bleib flexibel. Manchmal stellst Du fest, dass dir das Leben andere Wege anbietet.

Aus der Rolle fallen - ein Beispiel

Auch eine wundervolle Art, aus der Rolle zu fallen: free hugs.Wer traut sich?

(un)geliebte Gewohnheiten ändern - ein Beispiel

Als Kind erlebte ich, wie jeden Nachmittag Freundinnen meiner Mutter zum Kaffeklatsch kamen. Ich fand das spannend, dabei zu zuhören. Als ich etwas älter war, fing ich auch an, Kaffee zu trinken und verknüpfte dabei das Getränk mit dem Gefühl von Entspannung und Geselligkeit.

Als es später während des Studiums und Berufs ziemlich stressig wurde, entwickelte ich mich immer mehr zum Kaffee-Junkie. Erst, als mir bewusst wurde, dass ich durch den Kaffee die Entspannung und Erholung gar nicht bekam, die ich brauchte, sondern eher Kopfschmerzen, konnte ich damit aufhören, ständig Kaffee zu trinken.

(un)geliebte Gewohnheiten ändern, wie geht das? - Teil 1

In meinem Seminar “ImPulse-Training” gibt es eine Übung, die sich mit der Beziehung zwischen Gefühl und Gewohnheit befasst. Dazu hier die Erklärung:

Wenn wir auf die Welt kommen, ist unser Dasein darauf ausgerichtet, möglichst oft gute Gefühle zu haben. Wenn nicht, dann handeln wir schnell um ein gutes Gefühl zu bekommen.

Diagramm 1

Beispiel: Das Baby hat Hunger (schlechtes Gefühl “-”). Es handelt, indem es schreit. Die Mutter kommt und gibt ihm Nahrung. Es ist satt (gutes Gefühl “+”).

Aber bald setzt unser Verstand ein. Wir fangen an, zu denken und wir sammeln Erfahrungen, die wir uns merken. Auch bekommen wir von der Gesellschaft, in der wir leben, Spielregeln vermittelt, die unser Handeln beeinflussen.

ImPulse Diagramm 2

Jetzt kann es vorkommen, dass das Baby keinen Hunger hat, sondern sich einsam fühlt und deshalb weint. Die Mutter versteht es vielleicht öfter falsch und gibt ihm trotzdem etwas zu essen.

Eine neue gelernte Erfahrung für das Baby könnte sein: Immer, wenn ich etwas zu essen bekomme, fühle ich mich nicht mehr einsam. Und jedes mal, wenn dieser Mensch sich in seinem Leben einsam fühlt, wird er etwas essen wollen.

Und wenn er sich oft einsam fühlt, kannst Du Dir vorstellen, welche Figur er bekommt. Wenn er jetzt von der Gesellschaft noch vermittelt bekommt: Wer dick ist, den mag niemand, hat er ein echtes Problem. Wenn er dann nach jedem Essen den Finger in den Hals steckt, um schlank zu bleiben und auch noch vergisst, warum er das tut, dann haben wir schon eine ziemlich üble Gewohnheit, die Bulimie.

Und wie kann diese unglückliche Verkettung gelöst werden? Das will ich im 2. Teil beschreiben.

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