Positiv Life Persönlichkeitstraining

Persönlichkeitsentwicklung - Impulse für ein besseres Leben von Hubert Thomas

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Archiv: März 2008

Wie kann ich mich leichter entscheiden

In seinem letzten Beitrag “7 Gründe warum Menschen sich nicht entscheiden können” hat Roland Kopp-Wichmann sehr präzise die Gründe für mangelnde Entscheidungsfähigkeit erklärt. Eine wesentliche Sache ist dabei außer Acht geblieben. Menschen mit einer Entscheidungsschwäche haben häufig ein starkes Sicherheitsbedürfnis. Sie versuchen, auf der Verstandesebene logisch alle Faktoren zu berücksichtigen und die Zukunft vorher zu sehen. Menschen, die es gewohnt sind, weitreichende Entscheidungen zu treffen, z.b. Unternehmensführer, treffen diese Entscheidungen meistens intuitiv. Sie benutzen ihr Bauchgefühl.

Wenn ich eine Entscheidung treffe, dann schreibe ich die Möglichkeiten auf einzelne DIN A6 Karten. Dann konzentriere ich mich auf mein Gefühl bei jeder Möglichkeit. Ich entscheide mich für die Lösung, bei der ich das beste Gefühl habe.

Was ich mir mittlerweile ganz abgewöhnt habe ist, dass ich später meine Entscheidung anzweifle. “Ach hätte ich doch….” Ich habe den Eindruck, dass dadurch meine intuitive Urteilsfähigkeit geschwächt wird. Abgesehen davon kann ich auch im Nachhinein nicht beurteilen, wie es verlaufen wäre, wenn ich mich anders entschieden hätte und ich kann es auch nicht mehr ändern.

In anderen das Kind sehen

Heute habe ich eine geniale Erfahrung gemacht. Als ich in der Stadt unterwegs war, veränderte sich plötzlich meine Wahrnehmung der Menschen, die mir begegneten. Und in mir kam eine unbändige Lebensfreude auf. Was war passiert? In einem Buch über die Transaktionsanalyse von T. Harris habe ich den Tip gelesen, andere Menschen immer als Kinder zu betrachten. Diesen Tip habe ich heute spontan umgesetzt. Das macht richtig Spass, ältere Menschen als Kind wahrzunehmen.

Für diejenigen, die es interessiert, hier noch die Erklärung dazu:
Die Transaktionsanalyse, die von dem Psychologen Eric Berne entwickelt wurde, hat modellhaft drei Ich-Zustände formuliert.
Das Kindheits-Ich: hier sitzen unsere Wünsche, Gefühle, Bedürfnisse, Hoffnungen und Ängste.
Das Eltern-Ich: hier sind alle ungeprüften Regeln, Normen, Überzeugungen und Weltanschauungen gespeichert, übernommen von Eltern, Lehrern, der Gesellschaft, aber auch früher gebildete eigene Meinungen.
Das Erwachsenen-Ich: die prüfende Instanz der Gegenwart. Die wichtigste Aufgabe - zu fragen - ist es wahr? warum? wie? was? ….

Einfach die Überzeugung ändern, geht das?

Es kommt darauf an. Überzeugungen, die stark mit Gefühlen verknüpft sind, lassen sich nicht einfach ändern. Beispiel: “Meine Eltern lieben mich nicht.” Da steckt ein starkes Gefühl dahinter. Dagegen: “Die Partei xy gefällt mir nicht, weil sie für Steuererhöhungen sind.” Hier kann ich durch logische Argumente leichter überzeugt werden (es sei denn, ich bin einmal durch überhöhte Forderungen des Finanzamtes pleite gegangen). Wie kann ich dann meine negativen Überzeugungen ändern, die mit starken Gefühlen verbunden sind? Löse die Verbindung von Überzeugung und Gefühl, dann geht es. Und wie geht das? Indem du erst einmal das Gefühl näher untersuchst und ins Licht des Bewusstseins bringst. Dann verliert es seine Wirkung. Dafür gibt es einige sehr wirksame Techniken wie zum Beispiel die Core-Transformation. Diese Technik wenden wir im Mastertraining an.

Selbstachtung erlangen Teil 2

Wenn Du einen Erfolg erringst, und diesen für Dich als solches anerkennst, dann steigt dein Selbstwertgefühl. Die Sache hat aber einen Haken, wie so vieles. Diesen Haken kann die Psychologie der Transaktions-Analyse sehr gut erklären.
Der amerikanische Psychologe Eric Berne hat herausgefunden, dass wir Menschen in den ersten zwei Lebensjahren ein Weltbild entwickeln, das danach bestimmend für unsere zwischen-menschlichen Beziehungen ist. Da ist zuerst der Schock der Geburt. Aus einem warmen beschützten geborgenen Umfeld der Gebärmutter wurden wir ausgestoßen in eine kalte unangenehme Umgebung. Vermutlich bekamen wir alle dann nicht gleich die Nähe und Wärme und vor allem die Streicheleinheiten, die wir gebraucht hätten, um uns wohl zu fühlen. Statt dessen gab es oft noch einen Klapps auf den Hintern.
Das war der Anlass, zu fühlen: “Ich bin nicht OK.” Für sehr viele Menschen bleibt diese Selbsteinschätzung das ganze Leben lang erhalten. Diese Menschen können für sich keine Erfolge anerkennen. Wer nicht OK ist, hat keine Erfolge verdient. Für diese Menschen besteht die einzige Möglichkeit, Selbstwertgefühl zu empfinden darin, zu einer Gruppe anderer Menschen zu gehören, wo sie über Abzeichen, Uniformen etc. Selbstachtung erhalten. Für sie gibt es keine weitere Möglichkeit, die Selbstachtung zu steigern und das Einkommen zu erhöhen.
Auch ich habe mich dazu gezählt. Vor meiner Ausbildung zum Persönlichkeitstrainer war ich Architekt. Und das wichtigste Zeichen für diesen Beruf war die Mitgliedschaft in der Architektenkammer mit einem Ausweis und einem eigenen Stempel. Als ich diesen Beruf aufgegeben habe und Stempel und Ausweis zurück gegeben habe, brach für mich innerlich eine Welt zusammen. Ich hatte von heute auf morgen keine Selbstachtung mehr. Auch vielen Menschen, die in den Altersruhestand gehen, geht es so.
Falls Du auch zu dieser Mehrzahl aller Menschen gehörst, die so fühlen, gibt es für Dich jedoch eine Möglichkeit, das zu ändern. Ändere deinen Entschluß und betrachte Dich als OK. Wie das geht? Der lange Weg ist der, ständig sich dessen bewusst zu sein und danach zu handeln bis es Dein Unterbewusstsein verstanden hat. Der schnelle Weg ist der, über die “Nicht-OK-Gefühle” in den Core-Zustand zu gehen, wie wir es im Mastertraining machen.

Selbstachtung - Selbstwertgefühl steigern, wie geht das?

Im letzen Beitrag über Ziele habe ich geschrieben, dass es wichtig ist, sich kleine Teilziele zu setzen und deren erreichen als Erfolg zu feiern. Das hat einen besonderen Grund. Mit jedem erreichten und bewusst gemachten Erfolg steigt das Selbstwertgefühl. Und mit gewachsener Selbstachtung kann auch das Einkommen steigen. Welche Ziele ich wähle und als Erfolg bewerte, enscheide ich ganz für mich allein.
Allerdings fällt die Selbstachtung auch mit jeder bewussten Niederlage. Daher ist es gut, immer einmal mehr aufzustehen als hinzufallen. Förderlich für das Selbstwertgefühl ist auch, eine positive Lebenseinstellung zu wählen und jede Krise als Möglichkeit zum Lernen und als Chance für Neues zu sehen.

Wie setze ich meine Ziele

Tanja Konnerth beschreibt in Ihrem Blog, wie wir uns Ziele setzen können, die wertvoll sind und uns glücklich machen können. Ein paar Dinge möchte ich an dieser Stelle ergänzen:

1. Formuliere Ziele immer positiv. Notiere immer was du erreichen willst und nicht, was du vermeiden willst oder nicht erreichen willst.
2. Denke an den Weg zum Ziel und setze so viele kleine Etappenziele, wie Du kannst (zum Beispiel mit einer Zielpyramide).
3. Der Weg ist das Ziel: Genieße jedes erreichte kleine Teilziel als Erfolg.
4. Und oft ergeben sich Lösungen, die genauso gut oder besser sein können als das geplante Teilziel. Denke daran, auch das als Erfolg wahr zu nehmen und zu feiern.
5. Bleib flexibel. Manchmal stellst Du fest, dass dir das Leben andere Wege anbietet.

Erfolgsstreben oder wann richte ich mein Leben neu aus

Einer der berühmtesten Persönlichkeitstrainer, Dale Carnegie, hat einmal sinngemäß gesagt, für den großen Erfolg sein ein starker Entschluß, ein Schwur, ein Versprechen notwendig, das nur aus zwei Situationen heraus entstehen kann: entweder Du entschliesst Dich aus einer starken Sehnsucht heraus oder aus völliger Verzweiflung.

Viele heute erfolgreiche Menschen kennen das Gefühl völliger Verzweiflung, aus dem heraus sie den Entschluß gefasst haben, ihr Leben zu ändern. Auch ich stand zweimal in meinem Leben an so einem Punkt: das erste Mal, als ich mit 13 Jahren nach einem fast tödlichen Zugunfall merkte, dass ich bisher ein Leben führte, das ich absolut nicht mehr wollte; das zweite Mal, als ich während dem s.e.i. Mastertraining aus einer tiefen Depression aufwachte, die über ein halbes Jahr dauerte. Auch hier bin ich einen Weg gegangen, der sich an diesem Punkt drastisch änderte. Um hier wieder mit Dale Carnegie zu sprechen: “Es interessierte mich nicht mehr, viel Geld zu verdienen. Ich wollte intensiv leben.”

Vielleicht hast Du auch eine Erfahrung. Ich freue mich auf zahleiche Einträge.

Dem Schatten der Vergangenheit begegnen

Mehrfach bin ich in den letzten Tagen auf das Thema gestoßen. Ein Trainingsteilnehmer berichtete mir von seinem Entschluß, ein neues Leben anzufangen und dazu (fast) alle Brücken hinter sich ab zu brechen. Dann sah ich ein Interview von Martin Weiss mit Neale Donald Walsh (Autor von “Gespräche mit Gott”), in dem Neale von seinem Schatten der Vergangenheit erzählt, einer Begegung mit einer Person aus seinem alten Leben, die im klar machte: “Da will ich nicht mehr zurück.”

Vor zwei Jahren habe ich beschlossen, meinen alten Beruf als Architekt an den Nagel zu hängen und mich beruflich meiner Leidenschaft als Persönlichkeitstrainer zu widmen. Seitdem bin ich einigen Schatten begegnet, besonders in finanziell schwierigen Situationen, wo ich mir die Frage stellte: “Gehe ich wieder zurück?” Und manchmal habe ich dann länger nachgedacht. Ich denke, das kann einen ganz schön aufhalten auf seinem Weg. Und da frage ich schon: “Wäre es besser, alle Brücken ab zu brechen, die Familie zurück zu lassen und den Wohnort zu wechseln?” Was denkst Du?

Zweifel an der wahren Berufung spüren?

Vorgestern war in der Sendung “wer wird Millionär” eine Nonne. Sie wurde von Günther Jauch gefragt, ob sie denn nie an ihrer Entscheidung, ins Kloster zu gehen, gezweifelt habe. Darauf hin meinte sie, dass es wohl keinen gebe, der nicht manchmal an seiner Berufung zweifelt. Ihr hilft dann immer die Erinnerung an das Gefühl, das sie hatte, als sie ihre Berufung fand.

Was ist Berufung?

Bei meiner Arbeit darf ich immer wieder Menschen begleiten, die an einem bestimmten Punkt ihres Lebens plötzlich das Erlebnis, das innere Wissen haben: Das ist es, das ist meine Berufung, da gehöre ich hin. Das starke Gefühl dazu wird beschrieben mit “intensives warm ums Herz werden”, mit “heimkommen”. Vielleicht kennst Du ja auch dieses Gefühl. Bei mir war es während zu Beginn der Ausbildung zum Persönlichkeitstrainer, als ich plötzlich dieses Gefühl hatte, hier bin ich daheim.

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